Stessfrei durch die Arbeitswoche

Entspannte Frau sitzt am Strand

veröffentlicht am 29.09.2022

 
Nicht ohne Grund hat das Thema Achtsamkeit in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen, denn wer gelassener und stressfreier durch den Alltag geht, ist langfristig leistungsfähiger, entspannter und glücklicher.

Das wirkt sich auch auf die Produktivität im Job aus. Bereits wenige Tricks und leichte Übungen, zu denen man keine Hilfsmittel benötigt, können helfen, die Konzentration schärfen – und man kann es lernen.
 
Bevor man sich morgens Hals über Kopf in die Arbeit stürzt, sollte man strukturiert starten. Damit meine ich, sich in Ruhe auf den Tag einstellen, indem man die To-do-Liste durchgeht und die Tagesaufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit sortiert. Am besten auch gleich festlegen, zu welchen Tageszeiten man kurze Pausen einlegen kann und unbedingt eine Mittagspause machen ohne Handy und Co.. So kommt man nicht in Versuchung, während der Pausen durchzuarbeiten und teilt den Tag in kleine Etappen ein.

In vielen Unternehmen wird nonstop kommuniziert, via Skype, Slack, Telefon etc. und häufig neigen Arbeitnehmer dazu, auf jede Nachricht sofort zu reagieren. Das hat zur Folge, dass man permanent aus dem Arbeitsfluss gerissen wird und keine Aufgabe konzentriert zu Ende bringen kann! Denn sobald unsere Konzentration durch eine eingehende Nachricht selbst für nur wenige Minuten unterbrochen wird, braucht unser Gehirn 20 Minuten, um wieder das anfängliche Konzentrationslevel zu erreichen.
Man sollte also die Ablenkung reduzieren, indem man alle Kommunikationskanäle stumm schaltet und die Benachrichtigungen auf Desktop und Smartphone für die Zeit, in der man ungestört arbeiten möchte, deaktiviert. Das hilft auch mir und ich merke dann bewusst, wie effektiv und konzentriert ich plötzlich arbeiten kann.

Wenn der Kopf raucht und man sich nicht mehr konzentrieren kann, kann eine einminütige Meditation helfen. Einen Ort wählen, an dem man ungestört ist, ein leerer Konferenzraum, ein Lagerraum oder einfach kurz vor die Tür gehen ohne Kollegen und ohne Technik. Sich ruhig auf einen Stuhl oder auch auf den Boden setzen, die Augen schließen, ruhig und bewusst ein- und ausatmen, sich auf sich selbst konzentrieren und versuchen, an nichts zu denken. Aufkommende Gedanken einfach vorbeiziehen lassen. Die Aufmerksamkeit vollkommen auf die Atmung lenken. Danach fühlt man sich wieder besser, ruhiger, entspannter und konzentrierter. Ich mache das an jedem Arbeitstag 2- bis 3-mal und es hilft mir, meine Arbeitswoche so stressfrei wie möglich zu gestalten.

Auch sehr, sehr wichtig ist achtsames und bewusstes Essen. Ein Stück Pizza im Gehen, die Nudelbox vom Asiaten vor dem Laptop. Wer sich für das Mittagessen keine Zeit nimmt, schlingt die Mahlzeiten meist unkontrolliert in sich hinein und gibt seinem Gehirn keine Chance, für ein paar Minuten abzuschalten. Dabei reichen bereits 20 Minuten für achtsames Essen aus, um den Geschmack, die Textur und den Geruch der Mahlzeit bewusst wahrnehmen zu können. Bestenfalls hat man 45-60 Minuten Mittagspause, in denen man es zeitlich auch noch schafft, nach dem Essen einen kurzen Spaziergang einzulegen. Dann unbedingt das Mobiltelefon im Büro lassen und einfach einen Moment den Geräuschen in der Umgebung lauschen.
Bevor man vom Arbeitsplatz nach Hause hastet, sollte man in aller Ruhe und strukturiert den Tag abschließen, indem man


• abhakt, welche Punkte man heute erledigt habt.


• einen Plan für den nächsten Tag aufstellen. So erspart man sich am Abend und speziell vor dem Schlafengehen unruhige Gedanken darüber, was wohl morgen am nächsten Tag alles ansteht.


• die wichtigsten Projekte für den kommenden Tag schon griffbereit legen.


Und dann: Feierabend heißt Feierabend!!!

Nimm davon Abstand, nach Feierabend erreichbar zu sein. Denn Arbeitnehmer schulden ihrem Chef keine Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit. Wer sich zu später Stunde noch mit beruflichen Themen beschäftigt, belastet nicht nur sich selbst, sondern auch das eigene Umfeld. Denn Partner und Kinder fühlen sich dadurch schnell nicht mehr ernst genommen, wenn man ihnen nicht die volle Aufmerksamkeit schenkt.


Also denkt daran:
Kreativität braucht Pausen und die meisten von uns haben außer der Arbeitswelt noch andere Baustellen – geht achtsam mit eurer Arbeitszeit und somit eurer Lebenszeit um.

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