Wer neugierig bleibt, hält den Geist fit!

Entspannte Frau sitzt am Strand

veröffentlicht am 15.09.2022

Wer neugierig bleibt und seinen Geist fordert, kann das Altern des Gehirns wirksam aufhalten.

Immer wieder begegnen wir Menschen, die auch im hohen Alter geistig noch vital sind – etwa betagten Musikern, die ihr Instrument virtuos beherrschen. Oder Forschern, die weit über den Ruhestand hinaus weltweit an Konferenzen teilnehmen und Vorträge halten. Oder Literaten, die jenseits ihres 70. Geburtstags noch bedeutende Bücher schreiben.

Das Gehirn mancher Menschen arbeitet scheinbar bis zum Ende auf einem hohen Niveau. Im Gegensatz zu ihrem Körper ist dem Denkorgan dieser Geistesgrößen sein Alter kaum anzumerken.

Wir haben es meist selbst in der Hand, uns bis ins hohe Alter fit zu halten, die Geisteskraft zu stärken. Wichtig dafür sind:

  • ein aktiver Alltag mit viel Bewegung;
  • ein gesunder Umgang mit Stresssituationen;
  • ein offener Austausch mit anderen Menschen;
  • und ein reges Geistesleben, immer offen dafür bleiben, Neues zu lernen.

Ein neues Hobby, vielleicht jonglieren, eine neue Sprache, häkeln, Tennis, Reisen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, etwas für ein jung bleibendes Gehirn zu tun.

Denn wann immer wir eine neue Fähigkeit einüben, verändern sich Nervenzellen und es passen sich Areale im Gehirn an die neuen Anforderungen an.

Durch geistiges Training kann das Altern des Gehirns also wirksam aufgehalten werden. Wer geistig fit bleiben will, tut somit gut daran, aufgeschlossen und wissbegierig zu sein. Dafür sollte man vor allem einen Charakterzug lebenslang kultivieren: das Interesse für Neues.

Doch mit welchen Tricks kann man die Neugier stimulieren? Und: Lässt sich eine mit der Zeit möglicherweise ein wenig verloren gegangene geistige Offenheit wiederbeleben?

Etwa: Gibt es einen Aspekt beim Kochen, den man noch nie beachtet hat? Könnte man zum Beispiel eine immer gleich zubereitete Speise mit einer neuen Würzmischung variieren? Oder vielleicht ein ganz neues Rezept ausprobieren? Lassen sich auf der gewohnten Fahrt zur Kirche oder in die Stadt noch nie beachtete Fassaden, Geschäfte oder Nebenstraßen entdecken? Und welche Pflanzen wachsen eigentlich da am Wegesrand?

Solche Fragen mögen trivial erscheinen. Und doch können sie den Anfang einer Entwicklung darstellen, die mehr und mehr Entdeckungsfreude in den täglichen Trott bringt. Oft kommt ein psychologischer Mechanismus in Gang: Wer erst einmal beginnt, sich für etwas zu interessieren, wird ganz von allein wissbegieriger.

Die Neugier stachelt sich gleichsam selbst an. Denn das Verlangen danach, den Dingen auf den Grund zu gehen, wächst besonders stark, wenn wir uns bereits Vorwissen angeeignet haben – darin aber Lücken erkennen.

Bestmöglich lässt sich das Gehirn immer dann stimulieren, wenn man seine Neugier auf ein Hobby richtet, das zugleich fordert und abseits der vertrauten Komfortzone liegt, z.B. ein zahlenorientierter Buchhalter, der noch nie auf dem Tanzboden stand, profitiert besonders, wenn er den Tangotanz erlernt.

Für einen ohnehin begeisterten Freizeittänzer bringt das Einstudieren eines neuen Tanzstils dagegen vergleichsweise wenig. Er sollte sich vielleicht eher eine Fremdsprache aneignen, Schach spielen, ein Musikinstrument erlernen oder sich einem Laientheater anschließen.

Wer neugierig bleibt und seinen Geist fordert, kann das Altern des Gehirns also tatsächlich wirksam aufhalten.

Nervenzellen leben umso länger, je mehr man sie benutzt. Es liegt also an uns selbst, unser Gehirn zu trainieren und es bis ans Lebensende in einem so guten Zustand zu erhalten, dass man den Eindruck hat: Dieses Organ altert nicht.

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